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Kormorane retten = Fische retten = Kormorane „dezidiert töten“ !!!
„Lebensraum“ ist „Nahrungsraum“ ist Basis für „Entfaltungsraum“

[ Um den „provokant-programmatischen“ Titel zu verstehen | „akzeptieren“, müssen Sie den folgenden Text „lesen“ (!).]
Die Unterscheidung „LebensraumEntfaltungsraum“ läßt sich für alle „Spezies“ vornehmen.
Wir leisten diese hier (dominant) für den „Kormoran“ („Aktuelle“ Kormoran-Problematik).
Im konventionellen Verständnis umgreift „Lebensrau
m“ (anthropozentrisch: „Heimat“, „beheimatet“) die gesamte „Lebenswirklichkeit“ einer Spezies; – wir leisten eine „klärende“ Differenzierung:

- - - - - - - Lebensraum - - - - - - -


LEBENSRAUM

ENTFALTUNGSRAUM

Nunmehr erläutern wir am Beispiel „Kormoran“ den Unterschied zwischen Lebensraum und Entfaltungsraum und definieren – zur Verdeutlichung – wie folgt:
Lebensraum=Nahrungsraum“.

Wir stellen uns die folgende F r a g e:
Was ist der Lebensraum; was ist der Entfaltungsraum des Kormorans ?
A n t w o r t:
(primär) Der zentrale, für den Kormoran „existentielle“, seine „Lebensbasis“ bildende
Nahrungsraum“(NR) ist sein „Lebensraum“, also: Die Gewässer mit den Beutetieren „unter Wasser“;
(sekundär) erst dann folgt sein – einfach einsehbarer – „Entfaltungsraum“(ER) (simpel): Erde, Luft, „Himmel“.

Spezies (Beispiele)

Unter der Wasseroberfläche

Über der Wasseroberfläche

Kormoran

Lebensraum = Nahrungsraum

Entfaltungsraum

(Fischotter)

(Lebensraum = Nahrungsraum)

(Entfaltungsraum)

Fisch

Lebensraum = NR = ER

(Fasan + Faultier)
(Lebensraum = NR = ER)

Der Entfaltungsraum ist charakterisiert durch eine „facettenreiche“ Zahl von Verhaltensweisen, als da wären: Flugbewegungen, Balzverhalten, Nestbau, Brutaufzucht, etc., etc.
[„Menschliche“ Interessen berührende „Schädigungen“ sind hier marginal, etwa die „Verkotung“ der wenigen, abzählbaren Brutkolonie-Nistbäume (und Rastbäume).]


Hier stoßen wir auf das zentrale Problem einer Prioritätsverschiebung
in der Bewertung der Kormoran-Problematik:
Derzeit werten „Natur- und Vogelschützer“ die Existenzberechtigung des Kormorans – simplifizierend-isolierend – nach den Kriterien des „Entfaltungsraums“; der triviale Grund:
Der Entfaltungsraum ist extrem einfach observiebar, scheint damit interessanter, artspezifisch wesentlicher und ausschließlich gewichtig.
Enscheidend ist aber die primäre Beobachtung des Lebensraums (als Nahrungsraum).

Daraus folgt:
Eine vertretbares Aufkommen (Populationsstärke) des Kormorans im beobachtbaren Entfaltungsraum kann ausschließlich an der Nahrungsproduktivität seines Lebensraums als Nahrungsraums (= Unterwasserraum | Gewässer) dingfest gemacht werden.
Das erfordert – je neue – aktuelle Beobachtungen im „Lebensraum = Nahrungsraum“ des Kormorans.
Derzeitige Beobachtungen (Fotodokumente – Kormorane bei der Beuteaufnahme, erlegte Kormorane, Untersuchungen Mageninhalt, etc., etc.) belegen:
Gestern“: Der Nahrungsbedarf von 450 bis 500 Gramm pro Vogel definiert die „obsolete“, die überkommene Untergrenze des täglichen Nahrungsbedarfs.

[In die Kategogie „Gestern“ gehört die „dreiste“ „Vermenschlichung“ vermeintlicher „Natur- und Vogelfreunde“: Diese behaupten gerne, bei den Beutefischen der Kormorane handle es sich nur um „wertlose“ Weißfische. Anbei: Hier adaptieren die „Vogelfreunde“ ein – reichlich fragwürdiges – Angelfischer-Verwertungsinteressen und bekunden eine deutliche Ignoranz gegenüber einer „biodiversen“ Artenvielfalt.]

Heute“: Akut-realistisch: Ein nachweislich reduzierter Fischbestand; größerer Energiebedarf ob strenger Kältegrade, ob größerer Entfernungen zum Beute-Revier und ob heftiger Nahrungskonkurenz(-kämpfe) [Verwertete Beutefische + (tödlich) verletzte (übergrosse) Beutefische (in „existenziell“ motivierter Nahrungsnot bzw. Nahrungsgier)] zeigen: Ein realistisch taxierter Nahrungsbedarf (inklusive nicht verwerteter, getöteter Fische) beträgt wenigstens 0,6 bis 1,2 Kilo pro Tag; ergo: Überwinternde Tiere = ±100 Kilo in ca. vier Monaten) – „Schädigung“ für den „Lebensraum“: „desaströs“ – ergo: Der Kormoran „praktiziert“ (artspezifisch-)instinktiv eine selbstvernichtende Vernichtung „seines“ Lebensraums*****).

Konsequenzen:
(Adäquate Korrekturmaßnahmen = „künstliche“ Korrektur als legitimer Eingriff in eine „Kultur-Natur“).
Schritt A
:
Eine überschaubare Zahl (seriöser) (Fischerei-)Biologen, (Ornithologen, etc.) eruieren die
Produktivität“ (Untergrenze) der Gewässer*** (offene, geschlossene, Teichwirtschaft, usw.; Bezirk, Bundesland, usw.).
[***derzeitige „Strukturschwäche“ der Gewässer, etc. zielt auf den in einer „Kulturlandschaft“ aktuell zu akzeptierenden status quo der Gewässer; dieses Faktum liefert kein Kriterium für Gegenargumente der Vertreter von Natur- und Vogelschutz; wir konstatierten bereits: Diese argumentieren im Medium des „Entfaltungs-“ und nicht des „Lebensraums“.]
Schritt B:
Jetzt wird die vertretbare Zahl (Untergrenze) von Prädatoren – nach Arten differenziert; inkl. Kormoran (+ „Mensch“) – ermittelt (bei Extrembedingungen = strenge Wintermonate).
Schritt C
:
Alles was darüber liegt – hier speziell: Kormoran – wird – unzimperlich und bar jeder Reglementierung | Konzessionen – eliminiert*****.

[ad „…bar jeder Reglementierung…“: Bestimmungen und Gesetze werden in „Freiheit“ „gesetzt“; diese werden „morgen“ – allemal zu spät – revidiert; hieraus folgt: Aufruf zum „Ungehorsam“: Erwägen Sie vermeintlich a-legitime Gegenmaßnahmen; gehen Sie in kurzfristig-spontan organisierten (konzertierten) Aktionen gegen den Kormoran vor; eliminieren Sie Brutkolonien und Gelege; zögerlich wie spärlich eintreffende „Ordnungshüter“ sind „machtlos“ – vergleiche: „Impulse“.
[Historisch: Maximilian II: Aufhebung des Aristokraten-Jagd-Privilegs bei der Jagd auf die „Scharbe“.]

[Gegebenenfalls müssen wir auch ein zureichendes Kontingent an „Angelfischern“ „eliminieren“.]

Keine Alternative:
Andere Lösungsmöglichkeiten gibt es in einer Natur-als-Kulturlandschaft nicht; man muss eben auch gewärtigen, dass Arten (Flora, Fauna) „wegbrechen“ (Selektionsprinzip der durch den Menschen destruierten Habitate.)

Irrelevante Einwände:
Wer das nicht so sehen möchte, der muss sein
e „Sentimentalitäten“ (tiefenpsychologisch) hinterfragen.
[
Am Rande: Gesamteuropäische bzw. globale Perspektive relativiert K-Hysterie:
Vielleicht sollten wir (z.B.) den  Fischbestand „Äsche“ (Rutte, etc.) im europäischen bzw. globalen Kontext sehen: In weiten Regionen Skandinaviens, in Kanada und den nördlichen USA dürfte uns ein reichlicher Äschen-Bestand erhalten bleiben.]

Zusammenfassung:
1. • Wir bedenken, dass wir in einer – menschengemachten – Kultur-Natur-Landschaft leben und agieren.
2. • Wir kalkulieren extrem strenge Wintermonate.
3. • Wir erheben die Fisch-Produktivität der (eingeschränkt zufrierenden, mittelgroßen und Kleinst-) Gewässer der Barben-, Äschen- und Salmonidenregion.
4 • Wir ermitteln die „vertrebare“ Zahl der Fischfresser.
5 • Wir eliminieren – in adäquater Weise – das (derzeit) nicht vertretbare Kontingent an Fisch-Prädatoren.
[Wir dürfen davon ausgehen, dass ein (1) Kormoran auf ± 5 Kilometer Gewässerstrecke
– der vorab genannter Gewässertypen – (in ca. 4 Überwinterungsmonaten) vertretbar ist; dieser eine Kormoran „konsumiert“ 50% des Gewässer-Produktivitäts-Kontingents; Rest: übrige „Fischfresser“.]
[„Passive“ Verhaltensweisen: Teichwirte mit gutem „Finanzpölsterchen“ (= Ersparnisse für etwa zwei Jahre) sollten ihre teichwirtschaftlichen Aktivitäten (interimsmäßig) einstellen; Fischereiberechtigte (Vereine) verzichten auf die Fischerei – oder zumindest auf hohe, (aktuell)
unvertretbare Fischentnahmen – und („Vogelfutter“-)Besatz – die nächste Überwinterung überleben ein Grossteil der „Fischfresser“ dann nicht; eventuell sind dann auch „bescheiden“ vertretene Arten (Eisvogel, Fischadler (?)) „betroffen“.]
[6 • Wir berücksichtigen die gesamteuropäische bzw. globale Perspektive (s.o.) und geben uns „gelassen“.]

Randbemerkung:
Anbei eine „flotte“ Bemerkung: „Eliminiert den Menschen“ – dann können wir „heiter“, „von oben herab“ beobachten, wie sich schnellstens einstellende Urwald-Natur – im Rahmen der ihr verbliebenen Möglichkeiten – „reguliert“.

Merksätzchen“ zum Ausklang: „Kultur“ ist „künstliche“ Korrektur von „Natur“. - - -

*****These | Konsequenz: Indem wir die Zahl der Kormorane auf eine (vernünftige(!?)) Populationsstärke reduzieren, retten wir dessen Lebensraum und damit den Kormoran selbst. Beobachten wir nur den Entfaltungsraum, dann wird die Zerstörung des | seines Lebensraums erst ablesbar, wenn die Vögel – bildlich gesprochen – tot (= verhungert) vom Baume fallen. …
[Anmerkung 1: Ein Fließgewässer muß eine Basis-Population („Biomasse“) von wenigstens 4.000 Kilo Fischen aufweisen, um den Jahres-Nahrungsbedarf für einen (!!!) Kormoran zu produzieren (50% der „Produktivität“; Rest für andere „Fischfresser“; keine Stützung durch Besatz). „Vogelfreunde“ mögen sich von einem (Fischerei-)Biologen aufzeigen lassen, wie viele Hektar (Flußkilometer) eines Gewässers eine derartige Produktivität aufweisen (z.B. Wiese, Südschwarzwald bei Lörrach). –
Anders formulierte: Die „Produktivität“ eines Fliessgewässers (erwägen wir – durchaus realistisch –: 40 Kilogramm pro Fluss-Kilometer; Gewässer der Mittelgebirgsregion) „verkraftet“ auf einer Gewässerlänge von ca. vier bis sechs Kilometern maximal einen (!!!) Kormoran in (4 | vier) – strengen – Wintermonaten; dann hat dieser eine Kormoran etwa 50% der sogenannten „Produktivität“ „verwertet“ (+(an-)getötet)); hier enden meine Erfahrungswerte und demzufolge meine Formulierungsmöglichkeiten; will sagen: hier muß der  „Fachmann“ (Fischereibiologe, etc.) sprechen; aber bis deren „Statistiken“; deren
„allgemein“ akzeptierte, „wissenschaftliche“ Untersuchungen  „greifen“ (wiewohl derartig – reichlich – vorhandene Erhebungen das für den „kritischen“ Betrachter schon längst leisten), da ist es – will scheinen – mit „vernünftigen“ (=„rechtzeitig“ greifenden) „Reaktionen“ allemal zu spät. – Merkwürdig: Es scheint ewig unmenschlich-menschlich, dass „Mensch“ mit seinen Analysen, Reaktionen, Aktionen sich permanent (!!!) in Extrempositionen „bewegt“ (abstrakt): Immer A oder Z; nie: B … M, N … Y ]
[Anmerkung 2: Beobachtungen resp. Wahrnehmungen scheinen „transpersonale Gültigkeit“ zu haben; entscheidend sind aber die richtigen Schlußfolgerungen. – Welcher Mann kommt schon – bei (vermeintlich) nämlicher Wahrnehmung der „holden Weiblichkeit“ zu dem Ergebnis: „Die meisten Männer sind Statisten des Weiblichen, ohne es zu wissen“(?).]
[Anmerkung 3: Man(n) erwäge bitte, wann Natur- und Vogelgelschutz „weibisch“ wird – die eigene „Brut“ wird immer auf Kosten aller anderen „Brütlinge“ „überhöht“ und rettend-verteidigt.]

Also
:
Die aquatische Fauna – die heimischen Fische retten = heißt = den „Basis-Lebensraum“ des Kormorans retten !!!
Der Kormoran zertört (artspezifisch, also) instinktiv-animalisch die eigene Lebensbasis. – Es gilt, den Kormoran dezidiert zu reduzieren, damit die Gewässer zu sanieren – das ist des Kormorans einzige Überlebenschance. –
Phantasie hilft: Was wäre, wenn der Mensch – bei ständig steigender Bevölkerungzahl – sich nur von Fischen ernähren könnte?
A. Er „bastelt“ riesige Aquakulturen.
B. Wenn das nicht mehr greift, dann wird er die Menschenzahl unter Einsatz aller Mittel auf ein existenzfähiges Maß „reduzieren“.

Weitere griffige Statements folgen …

Siehe die „sprechende Bilddokumentation“ von © Silvio Heidler; Weisse Elster; Gera 2008/2009. 2009/2010 dokumentierte S.Heidler die Kormoraneinfälle an 165 Tagen in mehr als 2.000 Bilder – lassen wir uns – soweit das noch geht – „überraschen“
(Die „Überraschung“ liegt nunmehr vor • Silvio Heidler • Kormorane im Grossraum Gera • Winter 2009 | 2010 • Brilliante, „objektive“ Dokumentation der Kormoran-Einfälle 2009 | 2010 in (Ost-)Thüringen und (Süd-)Sachsen-Anhalt (Altenburg) • 198 Seiten • Richten Sie Ihre Anfrage an folgende Email: sharkresearch(at)gmx.net
• Aktueller LINK).


Hans-Jürgen C. Fliedner
Coburg, im März 2010



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